23. Juni 2009

Sommer im Sockenland

Die ersten Sneakersocken in diesem Jahr und es werden nicht die letzten sein. Zumindest ein Paar möchte ich noch machen. Die Anleitungssuche dafür läuft schon.
Eigentlich wollte ich schon vor einigen Tagen einen "Work in Progress"-Eintrag mit diesen Socken machen, aber auf wundersame Weise sind sie jetzt schon fertig, obwohl sie mein Handtaschen-Projekt waren. Wie es scheint war ich in letzter Zeit mehr unterwegs als ich dachte.
Außerdem habe ich mit diesen Socken zum ersten Mal bei einem Mystery Sock Pattern mitgemacht. In diesem Fall handelt es sich um "Kiila" von Yarnissima, die genau die Eigenschaften haben, die ich für dieses Projekt gesucht habe: im großen und ganzen simpel rechts gestrickt, aber mit einem netten Deatil, damit es nicht zu langweilig wird, aber trotzdem noch so einfach, daß man es in der U-Bahn aus der Taschen nehmen kann und man sofort weiß wie es weitergeht. Die Anleitung ist zwar für normale Socken, aber ich habe sie unverschämterweise zu Sneakers umgewandelt, was prinzipiell nicht so schwer war, da sie Toe-up gestrickt werden und man daher einfach nach der Ferse ein kleines Bündchen machen muß und fertig sind die Söckchen.

Projektdetails: Lana Grossa Meilenweit Cotton mit 2,25mm in S/M

13. Juni 2009

Strick-Picknick in Wien am wwkip-day 2009

Mit jedem Jahr kommen mehr Teilnehmer zum Strick-Picknick. Dieses Jahr hat er im Wiener Stadtpark stattgefunden und wir hatten wie in den letzten 2 Jahren absolutes Glück mit dem Wetter. Carla, die heuer Mitveranstalterin war, hat es hingekriegt, dass ein Beitrag über unsere Veranstaltung in der Radiosendung "Connected" auf FM4 gebracht wurde. Außerdem wurden wir bei der Stadtspionin angekündigt. Auf jeden Fall haben wir es heute auf über 40 StrickerInnen ( ja, es haben auch ein paar Männer gestrickt), Stickerinnen, Spinnerinnen oder Häklerinnen jeden Alters gebracht. Meiner Meinung nach eine beachtliche Anzahl, die für viel Aufsehen gesorgt hat.

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Es war einfach ein herrlicher Tag.

An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an unsere Sponsoren Elisa, karlaA, Steinbach, Wolle mit Stil, und Martina.

Und wem es heute noch nicht gereicht hat, kann nächsten Samstag (20.06.2009) zu den Umschlagplatzmädels ins MQ schauen.

04. Juni 2009

Nur zur Erinnerung

Morgen ab 9 Uhr ist wieder Strick'A'Bit im Starbucks Wien-Mitte.

Das letzte Mal vor den Sommerferien

01. Juni 2009

Erlöst!

Endlich ist er fertig. Wer hätte gedacht, daß Häkeln so zeitaufwändig ist. Zumindest ist es mir so vorgekommen. Der obere Teil des Rockes sind immer nur Stäbchen. Runde um Runde. Dann endlich der Musterteil mit den Muscheln. Die werden aber immer größer und eine Reihe braucht immer länger bis sie fertig ist. Außerdem musste ich feststellen, daß Häkeln eindeutig nicht fernsehtauglich ist (im Gegensatz zum Stricken).
Aber jetzt ist er fertig und das einzige was noch fehlt ist ein passendes Oberteil und Schuhe. Sobald ich beides gefunden habe wird ein netteres Bild gemacht. Ich verspreche es.
In der Zwischenzeit habe ich natürlich wieder etwas Neues angefangen, als Belohnung für mein Durchhaltevermögen. Aber darüber schreib' ich das nächste Mal.
"Violet Beauregard" von Heather Dixon aus dem Buch "Maschen Ware". Gehäkelt aus "Glaciar Del Cielo" von Aslan Trends.

26. Mai 2009

Stockholm

Anlässlich unseres 10. Hochzeitstages sind mein Mann und ich letzte Woche für ein paar Tage nach Stockholm geflogen. Nur wir 2 und ohne Kinder. Die sind nämlich bei herrlichem Sonnenschein mit den Großeltern baden und Erdbeeren essen gewesen, während wir bei Wind und Wetter durch Gassen gewandert und mit dem Schiff durch die Schären gefahren sind.
Mein Strickzeug war natürlich auch mit dabei. Hier zu sehen auf dem Schiff von Vaxholm zurück nach Stockholm. Obwohl es sehr frisch war (zumindest mir war kalt) bin ich tapfer draussen gesessen.
Einer von mehreren umhäkelten Ringen am Hafen:
Ganz brav und ohne zu Jammern bin ich überallhin und bei jedem Wetter mitgegangen. Dafür hat mein Mann auch sehr brav und geduldig mit mir die Wollgeschäften gesucht. Er hat nicht einmal gedrängt oder gejammert wenn ich drinnen (für ihn wahrscheinlich eine Ewigkeit) fast jedes Wollknäuel befühlt habe und herumüberlegt habe, ob, in welcher Farbe und wieviel ich mitnehmen soll.
Mit einem Sack Wolle in der Hand tun die Füße fast nicht mehr weh:
Und hier nun meine Ausbeute: irgentwie sehr blaulastig (obwohl ja auch braun und lila dabei ist)
untere Reihe von links nach rechts: "Jaipur Fino", "Mohair Fiori" und "Lucca Fino" von BC Garn
obere Reihe von links nach rechts: "Lenpur" von Rowan und "Kalinka" von Karin Oberg

P.S.: alle Garne (außer das Rowan-Garn) habe ich bei Marias garn gekauft, die übrigens auch ein Treffen am wwkipday in Stockholm organisiert. Wer also am 13. Juni 09 nicht in Wien sondern in Stockholm ist, sollte auf jeden Fall vorbeischauen. Der Laden ist ein kleines Juwel.

18. Mai 2009

Doch noch aufgerafft

Wenn es drum geht etwas zu Nähen, drücke ich mich oft davor. Nicht weil ich es nicht kann, sondern weil es so viele Umstände bedeutet. Zuerst muss der Tisch aufgeräumt werden, dann das Bügelbrett mit Bügeleisen holen. Anschließend die Nähmaschine mit sämtlichen Nähutensilien. Erst dann kann ich endlich loslegen. Wenn ich dann endlich fertig bin, muss alles wieder weggeräumt werden.
Kein Vergleich zum Stricken: Projekt aus dem Korb nehmen - Stricken - Projekt anschließend in den Korb zurück legen.
Schon in diesem Text ist das ein gewaltiger Unterschied.
Der gestrickt Teil dieses Täschchen lag schon seit einem Monat oder länger bei mir rum und wartete auf seine Fertigstellung. Gestern habe ich mich dann dazu überwunden, endlich wiedereinmal alles herauszuräumen und das Täschchen zu vollenden.
Wolle: mein 2. Spinnversuch (ist auch schon länger her)
Anleitung: Dante's Purse von Kirsten Kapur

Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit.

09. Mai 2009

Zwischenspiel

In meiner Jugend glaubte ich ja, daß Häkeln so viel einfacher und schneller ist als Stricken. Inzwischen bin ich nicht nur ein paar Jahre sondern auch ein paar Erfahrungen reicher. Seit ich z.B. vor einem Monat (im Glauben es werde schnell und simpel sein) diesen Häkelrock begonnen habe, weiß ich, daß einem eine Runde Häkeln wie eine Ewigkeit vorkommen kann. Vor allem, wenn man nach einem Spielfilm gerade einmal 100 Maschen geschafft hat (was ca. einer halben Runde entspricht). Ich bin ja zum Glück schon etwas weiter als das Bild zeigt. Mich trennen nur noch knappe 2 Runden von der Erlösung der Fertigstellung. Dann kann ich endlich wieder etwas stricken, bei dem ich nebenher fernsehen kann und trotzdem was weitergeht.
Das wird übrigens der "Violet Beauregard" von Heather Dixon (ravlery-link) aus dem "Happy Hooker" (hierzulande auch unter "Maschen Ware" bekannt). Allerdings mache ich ihn in erdigen Grüntönen aus "Glaciar Del Cielo" von Aslan Trends erstanden bei Wolle mit Stil.

19. April 2009

Strickpicknick - world wide knit in Public day 2009

Da es die letzten beiden Jahre so nett war, gibt es heuer wieder am wwkipday in Wien ein



am 13. Juni 2009
ab 14 Uhr

auf der Liegewiese im Stadtpark
(erreichbar mit U3, Buslinie 1A und Strassenbahnlinie 1)

Wer möchte, nimmt sich eine Decke für die Wiese mit, oder setzt sich einfach auf eine der zahlreichen Bänke. Verpflegung bitte selbst mitbringen und natürlich auf die Strick- oder Häkelsachen nicht vergessen.
Für erste Versuche werden Wolle, Nadeln und zahlreiche Hilfe vorhanden sein.

Bei Regenwetter treffen wir uns im Starbucks Wien-Mitte (Ecke Landstrasse/Invalidenstrasse), im 3. Bezirk (erreichbar mit U3, U4, O, 74A und diversen S-Bahnen).

Es wird auch dieses Jahr wieder Goodies für die Teilnehmer geben. Einen lieben Dank an die folgenden Sponsoren:
Elisa
Karlaa
Steinbach Wolle
Wolle mit Stil

Poster und Flyer zum downloaden
Leider kann ich nicht alle Wiener Wollgeschäfte aufsuchen um Poster und Flyer zu verteilen. Wer also im Strickgeschäft seines Vertrauens kein Poster sieht, kann einfach ein Poster ausdrucken und im Geschäft nachfragen ob es aufgehängt werden kann.

Damit es keine Verwirrung gibt: Carla war beim Anmelden schneller, aber wir machen der Stricktag gemeinsam.

30. März 2009

Spiralstreifen

Diese Socken wurden fast vollständig in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Wartezimmern oder in der Musikschule (auch beim Warten) gestrickt. Nur für knifflige Details wie die Ferse oder das Abketten habe ich mir zu Hause extra Zeit dafür genommen. Da ich wiedereinmal was Neues ausprobieren wollte, habe ich diesmal nachträgliche Fersen gestrickt. Als die erste Ferse fertig war und ich endlich den Socken anprobieren konnte, musste ich allerdings feststellen, daß es um den Rist herum sehr spannte (klar: wo kein Zwickel - da eng). Nach einigem Überlegen beschloss ich, sowas wie einen Zwickel durch verkürzte Reihen zu stricken:
Die Passform ist trotzdem noch nicht ideal, aber doch um einiges besser als vorher. Außerdem musste ich nach 2 - 3mal Tragen feststellen, daß die Wolle an den Fersen schon filzt. Da ich aber noch fast 20g von dieser Wolle übrig habe, kann ich ja noch öfters die Ferse ersetzen.

23. März 2009

Was lange währt, ...

... wird endlich fertig.
Begonnen habe ich die Lotorp-Bag ja schon im November und sie war auch relativ schnell fertig gestrickt. Da ich aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund mit weniger Maschen aufhörte als ich anfing (was leider nicht so in der Anleitung stand), sank die Lust, an diesem Projekt weiterzuarbeiten, auf null und die unvollendete Tasche landete zusammen mit dem Futterstoff in den Untiefen meines Kastens.
Dort lag es da bis vor ca. 2 Wochen, als ich wiedereinmal eine besonders disziplinierte Phase hatte (kommt gelegentlich vor). Ich habe sie wieder hervorgekramt und mich ihrer erbarmt. Das Ergebnis kann sich, denke ich sehen lassen. Das Futter passt perfekt zur Wolle (3 Knäuel Noro Kureyon), was nicht gerade leicht zu finden war. Ich weiß zwar noch nicht, wann ich diese Tasche überhaupt verwenden soll, aber es wird sich schon irgendeine Verwendung dafür finden.

18. März 2009

Und schon wieder fertig

Ich darf Vorstellen: Schuhu (Nach dem Uhu aus "Das kleine Gespenst" von O. Preußler).
Eigentlich war ich ja in 4 Tagen mit diesem Pullover fertig ("Mille" von Lana Grossa und 7mm Nadeln - das flitzt), ABER ich musste leider die Hälfte wieder auftrennen. Grund dafür waren gewisse Probleme bei den Dimensionen: Der Brust- und Schulterbereich wurde durch die rückwärtigen Zunahmen in der Taille so weit, daß locker Körbchengröße D oder mehr hineingepasst hätte. Da ich aber nicht über diese Größe verfüge, vor allem nicht am Rücken, musste ich wohl oder übel bis zur Hälfte wieder auftrennen.
Ich habe also folgende Änderungen vorgenommen:
1. weniger Zunahmen für die Taille
2. die erste verkürzte Reihe erst nach Verbindung der Ärmel zum Körper
3. Eulen eine Nadelstärke kleiner (6mm)
4. Abnahmen der Rundpasse auf 3 Reihen verteilt statt auf eine
5. bei der zweiten verkürzten Reihe auch über die Ärmel gestrickt.
Durch die letzten 2 Änderungen rückte der Halsausschnitt etwas näher zum Hals.

Falls jemand breitere Schultern hat, kann ich diesen Pullover nicht unbedingt empfehlen, da diese nämlich durch die Eulen eher betont betont. Trotzdem ist das auf jeden Fall ein Pulli, den ich gerne tragen werde, immerhin hat er mich schon durch einen äußerst frostigen Gottesdienst gerettet.

01. März 2009

Serientäter

Ich hab's wieder getan. Ich habe etwas Neues begonnen. Dabei wollte ich mich jetzt ausschließlich der "Weste" widmen. Ich wollte allerdings auch diesen missglückten Poncho nicht auftrennen, geschweige denn aus dieser Wolle wieder etwas stricken. Soviel zu meinen Vorsätzen.
In den Semesterferien habe ich aus einer Laune heraus zusammen mit meiner Mutter den Poncho dann doch geribbelt, die Wolle angefeuchtet, getrocknet und als schön gedrehte Stränge weggeräumt. In meinen Gedanken waren sie aber noch da. denn alle Projekte, die mich angelacht haben, werden mit ungefähr dieser Garnstärke gestrickt. Also blieb mir ja nichts anderes übrig als (schwach wie ich nun mal bin) nachzugeben. Inzwischen habe ich einen Ärmel und den halben Körper von "Owls" fertig. Ein herrliches Projekt für einen gemütlichen Fernsehabend im Gegensatz zu der "Weste". Und so wie es aussieht werden ich wohl die nächsten Tage abends viel fernsehen.

p.S.: Mit der "Weste" meine ich natürlich die Trachtenweste für meine Mutter an der ich inzwischen schon eine Ewigkeit stricke oder ehrlich gesagt nicht stricke.

23. Februar 2009

3 Jahre ...

... ist es nun her, seit ich meinen ersten Blog-Eintrag geschrieben habe. Nie hätte ich gedacht, daß ich länger als ein Jahr durchhalten würde und auf einmal sind 3 davon vergangen. Manchmal viel es mir leichter, manchmal schwerer einen Eintrag zu verfassen und zeitweise hielt sich meine Motivation dazu überhaupt in Grenzen, aber ganz aufhören konnte ich dann doch nicht.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die meinen Blog lesen und besonders bei jenen, die gelegentlich einen Kommentar hinterlassen haben.

p.S. Das Strickprojekt auf dem Bild wird übrigens ein One Skein Cashmere Ruff aus "Regal Silk" von Artyarns für eine Freundin.

18. Februar 2009

Künstlerhände

Meine Hände müssen viel aushalten: putzen, schleifen, sägen, seit kurzen auch klettern und vieles mehr. Ich schone sie nicht und leider pflege ich sie auch etwas zu wenig. ABER ich packe sie immer warm ein. Kalte Hände (und Füße) konnte ich noch nie leiden. Genau das ist aber mein Problem, wenn ich mit meinem Chor in der Jesuitenkirche singe und es (wie zur Zeit) ca 5°C hat und man eine Stunde im etwas zugigen Altarraum sitzen muß. Normale Handschuhe sind aber leider unpraktisch, da man sich beim Umblättern der Noten etwas schwer tut oder sie womöglich noch ausziehen muß. Stulpen sind zwar besser aber noch nicht genug. Die Lösung: sogenannte Maronibrater-Handschuhe.
In der Vogue Knitting Fall 08 ist ein Modell von solchen Handschuhen, mit dem ich schon lange liebäugle. Für meine Version der "Pink Sonata" (Ravelry-link) habe ich Regia Silk aus meinem Vorrat verwendet, die den Händen ungemein schmeichelt. Da ich das letzte Mal vor ungefähr 8 Jahren mit 2 Farben gleichzeitig gestrickt habe (keine Ahnung mehr wie ich das gemacht habe), war der Anfang etwas holprig, was sich aber mit der Zeit gegeben hat. Der erste Schritt zu meinem angestrebten Ziel "Fairisle-Stricken" ist getan.
Wieder erwarten konnte ich diese Handschuhe noch vor Ende der Kirchen-Kältesaison beenden und sie kommenden Sonntag auch gleich testen.
p.S.: bei meiner Version habe ich auch die Daumen offen gelassen, da ich sie zum Umblättern brauche.

01. Februar 2009

Jane aus den Alpen

Es ist vollbracht. Seit langer Zeit ist wieder einmal ein größeres Projekt aus dem Hause YARNBIRD fertig geworden. Und nicht nur das. Es passt und ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Anleitung für Jane stammt aus dem Buch "Custom Knits" von Wendy Bernard, das ich letzte Weihnachten vom Christkind bekommen habe. Kurz dannach habe ich diese Weste auch begonnen und in meiner Rekordzeit von einem Monat fertiggestellt (hätte ich nicht zeitgleich auch an anderen Projekten gestrickt, wäre sie wahrscheinlich noch schneller fertig gewesen).
Diese Weste ist übrigens (wie alle Modelle in dem Buch) nahtlos von oben gestrickt. Nein, keine Raglanärmel sondern ganz normale mit Armkugeln. Einfach genial.
Ich habe bei dieser Weste auch einiges dazu gelernt: Perlmuster muß nicht immer mit einer rechten Masche beginnen (auch wenn es in der Musterbeschreibung steht) und man sollte wirklich genau zählen wieviel Knopflöcher man braucht um ein Band durchzuziehen.

Fazit: Ich bin wieder ein Stück klüger und habe außerdem meine Strick-Motivation wieder.

29. Jänner 2009

2 links, 2 rechts

Wenn es bloß so einfach wäre.
Ich habe mit dem neuen Jahr ein Projekt begonnen, das mich einem selbst gesteckten Ziel ein Stück näher bringt - Fairisle (auch Jaquard oder einfach stricken mit vielen Farben). Ich habe zwar schon vor ca. 8 Jahren einen zweifärbigen Kinderpullover gestrickt, aber ich habe keinen blassen Schimmer wie ich das hinbekommen habe.
Diesmal will ich das ganze etwas bewußter angehen, sodaß es eine Technik wird, die mir vertraut ist und halbwegs flüssig von der Hand geht. Das für diese Zwecke gewählte Projekt sind die Handschuhe "Pink Sonata" (ravelry-link) aus der Herbstausgabe der Vogue Knitting 2008 (ab jetzt übrigens in Europa unter dem Namen "Designer Knitting" erhältlich). Bei diesen Handschuhen ist zwar nur das Bündchen 2-färbig, aber ich möchte mich sowieso erst etwas damit vertraut machen 2 Fäden in Händen zu halten und die für mich angenehmste Variante finden (beide Fäden auf einem Finger der linken Hand, auf verschiedenen Fingern der linken Hand oder überhaupt auf jeder Hand einen Faden). Im Moment gelingt es mir ganz gut mit je einem Faden pro Hand zu stricken und der erste Handschuh ist inzwischen auch schon fast fertig. Das einzig lässtige an diesem Projekt sind die vielen Stricknadelenden, an denen ich ständig hängen bleibe.

19. Jänner 2009

Vorher - Nachher

In den Weihnachtsfeiertagen habe ich unter anderem wieder einmal ein Paar Socken begonnen. Ich wollte unbedingt ein Sockengarn verwenden, das ich aus London mitgebracht habe. Mein Wahl fiel auf ein Knäuel von Cherry Tree Hill leider ohne Banderole (aber laut Ravelry ist es die Farbe "dusk"). Ich druckte mir also eine Anleitung aus, die mich zu diesen wilden Farben am meisten ansprach und legte los. Sehr bald merkte ich aber, daß sich die Farben nicht sehr vermischten sondern eher flächig entwickelten, was mir nicht unbedingt gefällt. Ich brauchte also eine Anleitung mit geringerer Maschenzahl. Meine nächste Wahl viel auf die Anleitung für die "Jeweled Steps" aus Cat Bordhis "New Pathways for Sockknitters". Diese werden an der Spitze begonnen und ich konnte daher sehr bald feststellen, daß bei diesem Garn Ringel entstehen. Naja, war auf jeden Fall besser als die Farbflächen vorher. Die Anleitung war interessant und ich habe sogar bis über die Ferse durchgehalten, obwohl sich bei der Zwickelzunahme durch die Änderung der Maschenzahl wieder eine größere Farbfläche entwickelte. Irgentwie bekam meine Motivation dadurch trotzdem einen ordentlichen Dämpfer. Ich habe lange herumüberlegt, ob ich es lieber bleiben lasse oder die Socken jetzt einfach fertig stricke. Da ich aber eigentlich nur noch Projekte stricken möchte, an denen ich wirklich Freude habe (und die war eindeutig dahin), habe ich also alles wieder aufgetrennt und nach einer neuen Anleitung gesucht.
Im Hinterkopf konnte ich mich an eine Anleitung erinnern, die ich vor langer Zeit in Ravelry gefunden habe und die für mein Gefühl perfekt für diese dünnen Ringel wäre. Aber, wie immer in solchen Fällen, war sie einfach nicht aufzufinden. Ich habe tagelang gesucht und mich dazwischen kurz damit abgefunden, daß ich sie einfach nicht mehr finden werde, als sie plötzlich mehr oder weniger vor meiner Nase wieder auftauchte (wie die Brille, die man verzweifelt sucht und die ganze Zeit um den Hals hängen hat). Ich konnte also endlich loslegen. Nach ein paar Reihen musste ich allerdings feststellen, daß das Muster bei mir irgentwie anders aussah als bei der Anleitung. Nach einiger Zeit der Fehlersuche (inklusive Ärgern über die Designerin) musste ich erneut lernen, daß es einfach am besten ist die Anleitung genau durchzulesen. Nur weil bei der Musterbeschreibung "Right Twist" steht, bedeutet das nicht, daß die Maschen auf herkömmliche Weise rechts verzopft werden. Nachdem ich diesen Fehler beheben konnte, lief alles wie am Schnürchen und die Freude an dieser Socke stellte sich schlagartig wieder ein.

P.S.: die gesuchte Anleitung war übrigens "Swirl Socks".

08. Jänner 2009

Neuanfänge

Schuld daran ist das von mir heißersehnte, erste Buch von Wendy Bernard "Custom Knits", das mir das Christkind unter den Baum gelegt hat. In diesem Buch werden alle Projekte (außer den Schals und Hauben) nahtlos und von oben nach unten gestrickt und es gibt viel Anregung und Hilfestellung für Abwandlungen oder komplette Eigendesigns. Was aber bei diesen Modellen nicht wirklich notwendig ist. Ein Projekt ist netter als das andere und dann passte auch noch die Maschenprobe von "Susanna" (Spinnerei Jordan) aus meinem Vorrat für die Anleitung von Jane (ravelry-link). So was aber auch. Ich konnte also endlich wiedereinmal etwas anfangen, wozu ich Lust habe und es ist etwas aufwendigeres als Socken oder ein Schal. Nicht, daß ich etwas gegen diese beiden hätte. Ich will sie weder auf meinen Nadeln noch auf meinen Füßen oder Hals vermissen. Aber ab und zu ist es doch ganz nett auch einmal etwas komplexeres zu stricken.
Die Weste Jane beginnt zwar im Schulterbereich mit simplem Perlmuster (wobei man auch da sehr wohl aufpassen sollte ob man zuerst mit rechten oder linken Maschen beginnt), aber nach eine Lochreihe für ein Band beginnt das ein Zackenmuster, das sich auf der Rechten Seite zwar flüssig strickt, aber auf der Rückseite etwas zäher verläuft, da das Muster dann nicht mehr so ersichtlich ist. Aber ich bin immerhin schon bei der Taille und es geht zügig weiter.
Nebenbei habe ich übrigens auch einen Schal und ein Paar Socken begonnen, aber dazu komme ich ein andermal.
Da Licht zu dieser Jahreszeit leider eher Mangelwahre ist, musste ich leider am Foto etwas herumbasteln, aber sobald ich mit Jane fertig bin, gibt es unverfälscht Sonnenlichtfotos.

24. Dezember 2008

Frohe Weihnachten

19. Dezember 2008

der Wurm drin

Keine Angst ich habe kein Mottenproblem - eher einen ausgwachsenen Strickfrust.
Es will mir zur Zeit einfach nichts wirklich gelingen. Entweder es wird zu groß, nicht so wie ich dachte oder einfach keinen Spaß mehr. Aktuelles Besipiel: Gestern wurde mein Poncho fertig, den ich nach einem Modell von Esprit nachgearbeitet habe. Anfangs lief alles ganz gut. Nach einem Drittel fand ich allerdings schon den ersten Stein des Anstoßes - zweimal hintereinander habe ich eine Masche zu früh zugenommen, was leider sehr deutlich zu sehen war und noch dazu schon vor einigen Reihen passierte. Hatte aber keine Lust wieder bis dorthin aufzutrennen und dachte mir nur, daß diese Stelle ja ruhig die Rückseite sein könnte. Nach den mittleren Rippen stellte ich fest, daß die Zunahmen in den links gestrickten Reihen nicht sehr schön waren. Aber ich dachte mir, daß das sicher nur ich sehe und sonst niemand (damit meine ich Nichtstricker), und strickte "fröhlich" weiter. Da ich zum Schluß eh schon ein Million Maschen auf den Nadeln hatte (zumindest kam es mir so vor) beschloss ich, beim letzten Rippenblock keine Zunahmen mehr zu machen. Was, wie sich herausstellte, mein größter Fehler war (deutliche Beule vorn und hinten) und dem ganzen Projekt den Todesstoß verpasste.
Am liebsten hätte ich das ganze Ding in den Müll geschmissen, mein Herz hing sowieso schon seit einiger Zeit daran. Ich hatte keine Lust die Fehler zu korrigieren. Ich hatte nicht einmal Lust die Wolle zu retten und das Ganz aufzutrennen. Da ich aber auch nicht wollte, daß die ganze Mühe umsonst war, bekam dieser Poncho eine letzte Chance. Ich habe alle Fäden vernäht und ihn brav geblockt und sobald er trocken ist werde ich eine Kleidersammelstelle suchen, bei der ich das Gefühl habe, daß die Leute auch bekommen was ich hineinwerfe (Hilfestellung bei der Suche erwünscht).